BioHyTec-Projekt

Projektkoordination
Signature Diagnostics AG
Prof. Dr. Andre Rosenthal

Partner
Fraunhofer Institut für Biomedizinische Technik
Prof. Dr. F. Bier, Dr. E. Ehrentreich-Förster
Scienion AG
Dr. Holger Eickhoff
MicroDiscovery GmbH
Dr. Arif Malik

Mehr Informationen siehe
 BioHyTec-Partner

 

zurück zum
 Projekt-Überblick

Webdesign ©2005
www.gb-design.de

Mitteldichte DNA-Chips für die Tumordiagnostik

Mehr als 60.000 Patienen erkranken jedes Jahr allein in Deutschland an Darmkrebs. Trotz der Fortschritte bei der chirurgischen und chemotherapeutischen Behandlung des Darmkrebses ist die Situation für die Mehrzahl der Patienten unbefriedigend. Jeder zweite Patient stirbt innerhalb der ersten 5 Jahre. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass Patienten allein nach klinischen und histopathologischen Kriterien stratifiziert und therapiert werden. Diese klassische Einteilung in vier Risikogruppen ist jedoch sehr unscharf. Patienten im Stadium I und II werden heute nur operiert und erhalten keine Chemotherapie. Diese Patienten gelten als geheilt. Ein Viertel dieser Patienten bekommt aber später Tochtergeschwülste (Metastasen) und verstirbt. Wenn man frühzeitig erkennen könnte, welche der Patienten später Metastasen bilden, könnte man diese besondere Risikogruppe gezielt therapieren.

Patienten im Stadium III, bei denen der Tumor bereits die benachbarten Lymphknoten befallen hat, gelten als Hochrisiko-Patienten. Sie bekommen heute fast alle eine sehr toxische und teure adjuvante Kombinations-Chemotherapie, bei denen Oxaliplatin oder Irinotecan mit 5-Floururacil und Leucovorin kombiniert werden. Leider haben nur 15-20% der therapierten Patienten einen echten Vorteil von der Therapie. Etwa 30% der Patienten bekommen trotz Therapie später Metastasen und versterben. Die Mehrzahl der Patienten im Stadium III hätte überhaupt keine Chemotherapie benötigt.

spacer

Tumordiagnostik

Tumorgewebe
Die Eigenschaft des Tumors, später klinisch manifeste Metastasen auszubilden, ist bereits im Primärtumor angelegt. Auch das Ansprechen oder Nichtansprechen von Krebspatienten auf bestimmte Chemotherapien ist wahrscheinlich im genetischen Programm des Tumors auf komplexe Art und Weise codiert. Molekulare Gen- und SNP-Muster im Genom des Tumors könnten die Nadel im Heuhaufen sein, nach denen Onkologen seit langer Zeit suchen, um die auf den Patienten zugeschnittene Therapieentscheidungen in der Zukunft ermöglichen.

Mit der Signature Diagnostics AG (Potsdam), der Scienion AG (Berlin), der MicroDiscovery GmbH (Berlin) und dem Fraunhofer Institut für Biomedizinische Technik (Potsdam-Rehbrücke) haben sich vier Partner in einem innovativen Projekt zusammengeschlossen, um gemeinsam einen neuartigen Genchip zu entwickeln und an Patienten mit Darmkrebs zu testen. Die Partner bringen komplementäre Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der molekularen Onkologie, Chip-Technologie und Datenauswertung mit.